VI. MUNDARTMAI 2018

Verteilt über das ganze „Mundart“-Land Vorarlberg und der nahen Schweiz beteiligen sich die Orte Altstätten, Au-Rehmen, Bludenz, Bizau, Diepoldsau, Dornbirn, Feldkirch, Frastanz, Hittisau, Lauterach, Ludesch, Mäder, Mittelberg, Schruns, Silbertal, Thüringerberg, Wald am Arlberg mit jeweils einer oder mehreren eigenen Veranstaltungen, geprägt von lokalem Kolorit und örtlicher Mundart. (akt. 8.3.2018)

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MUNDARTENPARADE erschienen

Am 3. März 2017 lasen   55 MundartautorInnen   kurze Mundarttexte à 30‘‘, aufgeteilt in 5 Blocks im ORF (siehe die filmische Dok unten).  Seit kurzer Zeit ist das Textheft dazu erschienen (Schundheft  18 von unartproduktion)

Siehe: http://www.unartproduktion.at/zanzenberg/182-bvz-schundheft-no18-30-sekunden-mundart.html

VORARLBERGER MUNDARTENPARADE

Am 3. März 2017 fand um 20 Uhr im ORF ein MUNDARTFEST für Adolf Vallaster statt. 55 MundartautorInnen lasen dabei kurze Mundarttexte à 30‘‘, aufgeteilt in 5 Blocks, die jeweils mit Musik des Duos D'Pfieffa-Köpf (Isabella Lingg, Barbara Ströbl) abgeschlossen wurden. Die Mundartenparade bringt Beiträge aus:

  1. Hörbranz, Höchst, Lauterach, Wolfurt, Lustenau (11)
    https://www.youtube.com/watch?v=YfvGtRc2ya8
  2. Dornbirn (12)
    https://www.youtube.com/watch?v=nH6XAGNow68&
  3. Götzis, Mäder, Diepoldsau, Altstätten, Rankweil, Zwischenwasser,  Laternsertal, Feldkirch (10)
    https://www.youtube.com/watchv=dDTPoORqOkg
  4. Frastanz-Gampelün, Satteins, Schlins, Bludesch, Thüringen, Ludesch, Nenzing, Klostertal, Schruns
    https://www.youtube.com/watchv=4rIITQTaTU
  5. Raggal, Marul, Blons, Fontaella, Mittelberg, Au, Mellau, Großdorf
    https://www.youtube.com/watch?v=3-KulXOR9Oo&
Hörbranz, Höchst, Lauterach, Wolfurt, Lustenau (11)
Dornbirn (12)
Götzis, Mäder, Diepoldsau, Altstätten, Rankweil, Zwischenwasser, Laternsertal, Feldkirch (10)
Frastanz-Gampelün, Satteins, Schlins, Bludesch, Thüringen, Ludesch, Nenzing, Klostertal, Schruns
Raggal, Marul, Blons, Fontaella, Mittelberg, Au, Mellau, Großdorf

RICH Richard Gasser *1952 +2015

RICH Richard Gasser *1952 +2015
RICH Richard Gasser *1952 +2015

Richard Gasser war Schriftsteller, Theatermacher, Bühnenbildner und Maler und Absolvent der Textilschule Dornbirn. Der Dornbirner galt als 'Urgestein und Visionär' der Vorarlberger Kunstszene und war Gründungsmitglied der Vereine Spielboden, Theater Wagabunt, TiK und Mitglied von Literatur Vorarlberg. Seine Kunstprojekte im öffentlichen Raum fanden große Beachtung, wie zum Beispiel das Oberwasser Aquarium mit seinen graziösen Metallskulpturen in der Dornbirner Rappenlochschlucht (zusammen mit Peter Langebner) oder die autostatischen Untergangsszenarien im Rathauspark.

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Legendär auch sein „Flaschentheater“ mit der ironischen Schöpfung „Leergut & Leerschlecht“.  RICH war aktiv als Mitarbeiter – auf die Frage nach seinem Beruf antwortete er stets mit „Kulturarbeiter“ -  beim Kulturversuch „Wecken & Animieren“ und den vielen daraus entstandenen Projekten wie etwa beim „100-Wecker-Konzert“, beim „Lumpenzug“ oder bei der Klangmaschinenausstellung 1984. In seiner eigenen Ausstellung 'gesichte &'  2005 zeigte Richard Gasser Gemälde und Objektkunst aus 5 Jahren.  Er war Hauptherausgeber der ersten, oft umstrittenen,  SPIELBODENZEITUNG, die später zur Zeitschrift KULTUR wurde, gründete mit Peter Langebner das Literaturforum am Spielboden und war jahrelang Mitglied des Stabpuppenkabaretts  DIE PAPPKÖPFE, früheres Kasperletheater für Vorarlberg, wo er oft die Hauptrolle spielte. 1990 gründeten Thomas Sandri, Helmut Wiener  und Lilli Licka den „Kulturverein zur Huldigung des Dichters und Malers Richard Gasser.“  1991 erschienen im Eigenverlag 101 Dialektgedichte in Buchform (Gestaltung Reinhold Luger) unter dem Titel:  „inä wello und nid uss künno“ →. Richard Gasser veröffentlichte überdies zahlreiche  Beiträge in Zeitschriften und Anthologien. 2010 veranstaltete der  „Kulturverein zur Huldigung des  Dichter und Malers  Richard Gasser“ anlässlich seiner 20-Jahr-Feier eine  Festsitzung mit Jahreshauptversammlung, Lesung,  Konzert, Leberkäs und Bier. Aus dem Live-Mitschnitt produzierte unartproduktion die CD  „RICH . Dialekt mit Sax – Richard Gasser & Harry Kräuter“ →. Hörproben und CD sind hier auf der Website. Sein ideeler und  tatsächlicher Arbeitsplatz  blieb zeitlebens  der  „alte Spielboden“ mit  dem  „Cafe Emma der 80-er und 90-er Jahre“, heute das TIK (Theater im Kopfbau), dem er zuletzt wieder als Mitarbeiter angehörte. Richard Gasser ist Ende 2014 an den Folgen eines Lungeninfarktes gestorben.  

„Es ist kein Geheimnis, dass Rich sich zeit seines Lebens gesundheitlich nicht geschont hat. Sein lyrisches Werk, mit dem er sich einen festen Platz in der Geschichte der Vorarlberger Dichtung sicherte, ist zum Großteil schon vor mehr als 20 Jahren entstanden, als er dazu noch fähig war. Danach widmete er sich der bildnerischen Kunst.  Sein unbarmherziger Nonkonformismus ließ ihm keinen Millimeter Spielraum, sich mit der Gesellschaft zu arrangieren, die Flucht in den Alkohol war daher vielleicht nur konsequent. Zu all dem kamen zwei Gehirnschläge und später ein Fahrradunfall, die seine Situation noch prekärer machten. Zwischendurch gab es noch hoffnungsvolle Zeichen, wie den Umstand, dass er nach langer Zeit wieder ohne Krücken gehen konnte. Im Sommer trafen wir ihn noch auf der Straße. Zwei Monate später brach er im Dornbirner Stadtzentrum zusammen und starb wenige Tage danach.“ ´(zit.  Lilli Licka, Obfrau des Kulturvereins zur Huldigung des Dichters und Malers Richard Gasser, Thomas Sandri und Helmut Wiener).   

6.12.2015 / 5. 3. 2016  Ulrich Gabriel 

„Ich will selbstbestimmt leben“ Richard Gasser im Gespräch VN 2009

Richard Gasser 1984 mit anderen beim Spielen des neuen Dornbirn-Quartetts am Spielboden im Rahmen des Kulturversuchs „Wecken und Animieren“

Drei Gedichte von Richard Gasser, gelesen von Thomas Sandri

Rich im Tik

Ulrich Rein in Erinnerung an Richard Gasser

The dead adjutants

Richard Gasser 2013 als Doktor im Film von Martin e Greil: „The dead adjutants“. Edgar Filme.
Mit Ingo Gruber, Thomas Hämmerle, Richard Gasser, Hanno Ölz, Gernot Kloos, Martin e Greil.
Kamera: Eva Müller

Günther Sohm in memoriam Richard Gasser - Dankesehr

Do Mo trinkt bloach ossom Bach - Filippa Gojo Quartett